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13. Mai 2015

Zeit, aufzuräumen

*

Das ist Boyan Slat aus Delft, heute 21 Jahre alt,

ein Einzelkind. Seine Mutter sagt über ihn, er sei

schon immer “anders” gewesen, er habe schon immer

wissen wollen, “wie die Dinge funktionieren”.

Als er beim Tauchurlaub mit seiner Familie

in Griechenland mehr Plastik als Fische

im Meer sieht, beschliesst er aufzuräumen.-

Nicht etwa sein Kinderzimmer, sondern

unsere Ozeane.-

Also setzt er sich der Schüler hin und entwirft

eine Plastikfiltermaschine mit 2 x 2 Kilometer

langen Fangarmen, die das Meer von Plastik

befreien soll. Dabei macht er sich die Meeresströmungen

zunutze. Ein paar Prototypen und einige Tests später

steht fest :

Seine Idee funktioniert.

*

Er bekommt Preise, Einladungen, hat Audienzen

bei Königen und Königinnen,

hält Vorträge, und macht sein Projekt schließlich

via Facebook und Twitter publik.

*

Bei der größten Crowdfunding Aktion überhaupt

hat er innerhalb weniger Wochen mit der Hilfe

von 38.000 Spendern über 2 Millionen Dollar

gesammelt. Sein Ziel ist es nun,  ca. 7.250.000 Tonnen

Plastikmüll aus dem Meer zu fischen. Nach seinen

Plänen soll das 5 Jahre dauern.  ( :o )

Und er wäre nicht Boyan Slat, wenn er nicht

auch gleich die passende Idee für den vielen

Müll hätte:

“Wir haben festgestellt, dass man Öl

daraus machen kann. (….!!!!!) Oder Schuhabsätze,

oder Bucheinbände – was auch immer. Wir werden

das Plastik verkaufen und damit wird weit mehr

Gewinn gemacht werden, als der Bau

der Filteranlage kosten wird.”

http://www.theoceancleanup.com

Was für ein Typ !

Kaum geboren entwirft er im Kinderzimmer

dieses Gerät und  räumt dann mal eben

die Weltmeere auf :-)) !

Ich könnte ihm die Füße küssen vor Glück !

Ach ja – und wisst Ihr was?

Das sind die Indigos über die so viel

gesprochen wurde in den letzten 15 Jahren.

Man mag mich dafür belächeln, aber diese

Kinder werden geboren und wissen genau, für

welche Aufgabe sie hergekommen sind. Und sie

erledigen diese mit Leichtigkeit. Man muß

sie nur unterstützen.

Und deswegen schreibe ich hier auch darüber.

Denn nicht nur meine kleine Welt ist von

Meer umgeben – wir alle brauchen die Ozeane.

 Zeit, aufzuräumen !

In unserem inneren Zuhause, dem realen Zuhause

und auf unserem einzigen, großen, wunderschönen,

gemeinsamen Zuhause.-

( Gute Planeten sind schwer zu finden….)

Alles Liebe von Amrum,

Eure Nane

9. Mai 2015

von den Schätzen

*

Was wäre ein Frühling wohl ohne die

zigtausenden, duftenden, tiefrosafarbenen

 Strandnelken ?

Ohne diese ersten warmen Tage an denen

man im Pulli auf einer Blumenwiese liegend

in den knallblauen Himmel träumt ?

*

Oder ohne seine trotzigen Winde, die naßkalt

und schnell über uns hinwegziehen

und an die dunkle Jahreszeit erinnern ?

*

*…Und was wäre er ohne den Tannenwai,

der jeden Tag grüner und dichter wird

*und den man (im frühlingshaften Fahrradoutfit)

nur so entlangfliegen kann ???

*

Ach – ich genieße das Grün, die Farben, die etwas

wärmere Luft und alles, was die Erde jetzt hergibt….

und bin dabei ziemlich in der

Kräuter- und Cremewelt versunken :-))

*

Vor einer Weile begann ich Heilkräuter zu studieren.

Und da ich Cremes und Lotionen über alles

liebe, fing ich ziemlich bald damit an, ein

wenig zu mischen, zu rühren und zu probieren…

*

Mittlerweile habe ich Sheabutter, Mandelöl, Aloe Vera Gel

und viele, viele andere Öle und Zutaten zu Hause,

*und rühre mir meine Cremes selber zusammen.

Es ist wie kochen und macht sooooo viel Spaß !

*

Diese hier drüber habe ich heute gemacht.

Sie ist kaltgerührt aus Kokosnussöl, Sheabutter,

Mandelöl, AloeVera-Gel und Ätherischem

Orangenöl. Auf den Bildern ist die Konsistenz

noch fluffig-lotionig, später wird sie dann fester.

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Sheabutter riecht sehr erdig – für manche ein

vielleicht strenger, unangenehmer Geruch – ich sage

das nur, falls sich einige jetzt einen riesen Topf

Sheabutter bestellen wollen – lieber erstmal

schnuppern…

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Da ich seit 15 Jahren Naturkosmetik benutze bin ich

duftmäßig einiges gewohnt, und ich finde ihn

einfach natürlich :-)

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So radel ich immer zur Arbeit hin- und her,

sammel nebenbei Blüten und Kräuter

und mache Sirupe, Tees, Tinkturen, Cremes,

Kräuteröle, Gewürze -

oder einfach einen Smoothie aus all dem

Zeug, und verlasse mich dabei mittlerweile auch

ziemlich auf die Erzeugnisse von Nele,

die  – völlig fasziniert von der Idee der

Selbstversorgung – mit ihrem großen

Bio-Herzen in dem Garten meiner Eltern

eigentlich schon Landwirtschaft betreibt :o

*

- Bei einer Bestellung meinerseits erfolgt jedenfalls

IMMER prompt eine Lieferung – wir ergänzen

uns somit prima :-))

*

So wünsche ich Euch allen ein herrliches Wochenende

mit viel Zeit zum Zaubern und Entdecken,

Ausruhen und Genießen.

Alles Liebe von Amrum,

Eure Nane

*

2. Mai 2015

Hallo lieber Mai

*

Das Wetter auf unserer kleinen Insel ist ein Träumchen.-

Und so radel ich wieder fleißig von Süddorf nach Norddorf

zur Arbeit hin und wieder zurück.-

Es gibt nichts Schöneres,

als den Waldweg – unseren Tannenwai –  der direkt

vor unserer Haustür beginnt und (fast) bis vor die

Ladentür in Norddorf führt.

Er hat verschiedene Duftzonen, unzählig viele verschiedene

Vögel die ihn bewohnen, und so viele Geheimnisse

in seinem Baumwipfeln versteckt.

*

Oft frage ich mich, wie oft ich ihn alleine in diesem

Leben schon geradelt bin, und was die alten

knorrigen Kiefern erzählen würden, wenn ich ihr

Rauschen verstehen könnte.

So viele Geschichten ! Und so viel Leben.

Man braucht immer noch eine Mütze und dicke

Wollsocken in dicken Stiefeln…

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oh – und morgens sogar Handschuhe – denn es

ist noch soooo kalt -

aber die Sonne….ach – es ist Abends schon so schön

lange hell hier oben – schon bis 21:30 Uhr -

und auf dieses Licht

haben wir viele, viele Monate gewartet.

So fange ich sie ein, diese schönen Frühlingstage

und presse die ersten Blüten, Halme und

Gräser

*

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und zu Bastelzwecken auch gekaufte Rosen :-)),

sitze allmorgendlich gegen 4:30 Uhr senkrecht im Bett,

da sich ein Möwenpärchen unseren Reetdachfirst

als Liebesnest auserkoren hat und täglich um diese

Uhrzeit uns und die nähere Umgebung wachschreit…,

und schreibe meine Zukunft in mein riesiges Buch.

Seit ich den schamanischen Weg gehe

schreibe ich meine Bücher für die Zukunft, und nicht

mehr das “klassische Tagebuch” über Vergangenes :-)

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Das bedeutet, dass ich Anfang Mai schreibe (und klebe)

was ich mir in diesem Monat wünsche und erschaffen

möchte.-

Da wir alle Erschaffer unserer Zukunft und Gegenwart

sind und die Vergangenheit nicht änderbar und

v.e.r.g.a.n.g.e.n ist, ist dies eine kleine von unzähligen

Möglichkeiten zu focussieren und letztlich anzuziehen,

 was man in seinem Leben haben möchte.

*

Ich wünsche Euch ein schönes (Rest)Wochenende,

viel SonnenLicht, Ideen und Zeit…

zum Nichtstun oder die-Welt-verändern :-))

- Aber denkt daran:

(Über-) MORGEN

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ist auch noch ein Tag…❤️

27. April 2015

AbendShot in Süddorf

Herrlich – wenn man ahnungslos über

die Dünenkante trottet, und dann direkt so

ein “Arrangement” präsentiert bekommt :-))

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Das wollte ich Euch auf keinen Fall vorenthalten,

und wünsche Euch hiermit einen schönen

Start in die neue Woche !

(Ps: ……..die Wolken……. ❤️)

(Spot: Süddorf Strand gestern Abend)

26. April 2015

eine Woche (voller Geschichten)

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Ach – ich liebe Sonntage.-

Die meisten sind auch schön…

aber die, an denen ich so einfach gar nichts tun

muss – sind natürlich die Allerschönsten.-

Nach der Osterhektik mit den ersten 7-Tage-

Wochen des Jahres, war es einfach nur herrlich,

einen Tag in der Woche zu Hause bleiben

zu können.

*

*

Das Wetter sah erst nicht so verheißungsvoll aus,

aber nach einem laaangen Frühstück,

etwas Housekeeping und dem anschließenden

Mittagessen….riss schließlich der Himmel

auf – und es war einfach *Hach* – unglaublich !

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Zauberhaftestes Blau in Blau hier am Wattweg zwischen

Nebel und Steenodde.- Kein Wind, spiegelglatte See…IMG_4130

…und nur ein kleines Dekowölkchen über Nebel.

*

Also begleitete ich Nele spontan beim Ausritt.

- Leider ich nur auf einem Drahtesel :o -

während sie bequem vorweg- oder

hinterhertrappelte.

*

Nach diesem schönen Tag ging es mit

Tamtam in DIE Geburtstagswoche des Jahres:

Gleich am Montag hatte Marina Geburtstag,

und wir hatten einen langen und sehr

schönen Abend bei ihr mit lecker Essen

und tollen Leuten.

*

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Den Abend darauf stand ich in der Küche, um

(wieder) Kuchen zu backen und Geschenke zu verpacken

und zu dekorieren…denn am nächsten Tag hatte

Nele Geburtstag :o

*

DREZIZEHN …..Jahre voller Staunen, Sorgen,

Freude, Lachen, Liebe, Leben.-

….Ich habe so viel von ihr gelernt.

*

Da das Wetter immer noch so wunderschön

war, und man nur ein Mal im Leben 13

wird, ließ ich den Laden nachmittags zu.

*

Und nachdem die Geburtstagskaffeegäste

wieder weg waren, radelten wir zur

Koppel für ein paar Striegel- und

Schmuseeinheiten :-)).

 Abends kamen dann Ann & Michi

vorbei, und wir kochten, futterten,

* Untitled2

…und feierten bis spät in die Nacht hinein.

(Am nächsten Abend sind wir dann früh ins

Bett gegangen.*räusper*)

Und am Freitag mussten wir schon unseren

Abschiedsspaziergang machen.

*

*

Süddorf bis Nebel am Strand.

Es war dunstiges Wetter – was ich sehr mag.

Die Luft ist dann voller Aerosole -

man kann sie schmecken :-))

Der Bohlenweg zur Wasserkante liegt

schon wieder…

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…und die Vorbereitungen für die DLRG-Häuschen

laufen: Die Saison ist in Sicht.IMG_4326

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Irgendwo im Nirgendwo zwischen

Süddorf und Nebel

*

haben die Frühjahrsstürme

eine alte Brücke freigelegt.

*

Aber das

ist eine andere Geschichte….

15. April 2015

das Lied des Frühlings

*Eine Weile standen sie schweigend da und lauschten

dem Zwitschern und Rauschen,

dem Brausen,

*

Singen und Plätschern

in ihrem Wald.

*

Alle Bäume,

*

alle Wasser

und alle grünen Büsche

*

waren voller Leben.

Und von überall her

*

erscholl das starke, wilde Lied

des Frühlings.

*

“Hier stehe ich und spüre,

wie der Winter

aus mir herausrinnt “,

*

sagte Ronja.

*

“Bald – bald bin ich so leicht,

dass ich fliegen kann. “

  (aus: Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren)

*

7. April 2015

furry friend

 

*

Pünktlich zu Ostern waren endlich alle Orkane

und Sturmtiefs über uns hinweggezogen. Und

wie es nach Stürmen so ist, riss der Himmel

auf und die Sonne strahlte bei völliger Windstille

 auf uns herab.- Wir genossen das wunderbare Wetter

in vollen Zügen…..auf der Pferdekoppel :-))

- Mit der Hilfe von ein paar Amrumerinnen hat

Nele eine Möglichkeit bekommen, zu reiten.- Das hier

drunter ist der fellige Freund, der sich gerade in unser

Herz schleicht….

*

 Er ist schon ein “Opa”, aber ganz wunderbar erzogen,

folgsam und mit genügend Pfeffer im Hintern :-))

Und was soll ich sagen – wir sind verliebt :o

*

Ich hatte ganz vergessen wie schön es ist, stundenlang

zu striegeln, und dabei dem Schnaufen und Kauen der

Herde zuzuhören mit dem Duft von der Wiese, dem Heu

und dem unverwechselbaren Isi-Geruch in der Nase.

*

Als ich in Nele’s Alter war, hatten wir 5 Isis.- Zwei gehörten

uns und wurden geritten, und 3 hatten wir in Pflege wegen

Ekzem.

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Es waren Jahre, in denen ich mehr draußen als drinnen

war, und mein ganzes Herz und jeder Gedanke diesen

zotteligen Wesen gehörte.

*

Schön, dass sich auch diese Zeiten im Leben

(in ähnlicher Art und Weise) wiederholen :-)

25. März 2015

Life

*

20. März 2015

make your own Magic

*

Natürlich bin ich heute morgen erst recht

 rumgestromert :-)

 Frühlingsanfang UND Sonnenfinsternis

zugleich – das musste ja gefeiert werden !

Nun war es wochenlang zauberhaft sonnig

und mild – aber pünktlich zu diesem Ereignis

haben wir unser berühmtes friesisch-herbes

Wetter: Dicke Quellwolken mit  feucht-fiesem

Wind aus Nord-West.

Baaaaaahhhhhh.

*

Gegen 10 Uhr war unsere Nachbarin Sylt

noch sehr gut am Horizont auszumachen.-

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Aber während es dunkler und dunkler wurde,

sanken die Temperaturen extrem in den

Nane-nicht-mehr-wohlfühl-Bereich,

und ich musste diesen Ort verlassen, um

nicht tiefgefrostet dort oben meinem

Ende entgegen zu sehen :o

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Wie ich später las, haben auf dem Festland viele

Kindergärten die Vorhänge zugezogen und an einigen

Schulen durften die Kinder nur mit schriftlicher

Erlaubnis der Eltern raus :o

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Ach wie schön, dass man hier oben mit natürlichen

Ereignissen einfach ganz natürlich umgeht :-))

Die Woche über wurde den Kindern in der

Schule ausführlich alles erklärt, und mit Hilfe

von Infoblättern visuell dargestellt. Und heute

fand dann endlich auf dem Schulhof das

gemeinsame Erleben statt.

*

(Foto: ©Inselbote / Facebook)

Und wenngleich alles wolkenverhangen war,

und sich die verdunkelte Sonne nur einen

klitzekleinen Moment gezeigt hat, waren die

Kälte und Stille sehr durchdringend.

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Ich finde das ein wunderbar-sinnbildliches Beispiel

dafür, mit wieviel Angst / oder aber Neugier

Außergewöhnlichem begegnet wird.

Man hat immer die Wahl….

*

(Zeichnung: kindredspirits)

Ich wünsche Euch einen wunderbaren

Frühlingsbeginn mit Zauber an allen Ecken

und Enden und einen ebenso schönen

Start ins Wochenende.-

Aus dem hohen Norden wie immer

Eure Nane

……von Amrum

*

(Spot: Aussichtsdüne Norddorf )

18. März 2015

alte Freunde

*

Das traumhafte Frühjahr macht, dass ich

nur noch mit dem Rad unterwegs bin.- Manchmal

bleibt auf dem Hin- oder Rückweg von der Arbeit

noch ein wenig Zeit zum Träumen und Streunern,

und da heute der Strand mit seiner milden

Morgensonne so verlockend war, habe ich zuvor ein

paar alte Freunde eingepackt, die genau wie ich

nach dem Winter ein wenig Sonnenlicht

nötig hatten :-)

*

 6 Kilo wogen sie bestimmt alle zusammen !

Und dennoch war das nur ca. 10 % von dem,

 was sich in unserer Wohnung befindet :o

Allein die ganze rechte Hälfte von dem Herz

ist IN meinem Bett zu finden.- Und nein – das

ist nicht unbequem, denn sie liegen ja nicht

unter mir, sondern um mich herum :-))

Jedenfalls schlafe ich “wie ein Stein” mit ihnen

 und dieser Ausspruch kommt sicher nicht

von ungefähr.-*

Ich schicke Euch ein wenig von unserem schönen

Licht, und den Austernfischern, deren Schreie

endlich wieder über die Wattflächen hallen,

und auch von dem Geräusch der

knackenden Zapfen, die zu Zig-Tausenden an

den  Bäumen im Wald aufspringen.

Es ist ein einziges Wipfel-Knistern, wenn

man den Tannenwai von Norddorf nach

Süddorf radelt.

*

Und alles

ALLES

schmeckt nach Frühling.